14.3 Die frühen neunziger Jahre, eine Zeit strategischer Entwicklung

„Tatsächlich war es so: Es gab noch nicht allzu viele Erzeuger, aber im Vergleich zu den vorangegangenen Jahrzehnten waren sie bereits zahlreicher geworden, und viele von ihnen glaubten an die neue Entwicklung und an eine Strategie, die die Herkunft und das Potenzial des Gebiets in den Mittelpunkt des Fortschritts stellte. Zudem war auch das Ansehen des Barolo gestiegen, der den Charakter eines hochwertigen und erstklassigen Weins angenommen hatte, der die Zeit überdauerte und mit den großen Weinen der Welt konkurrieren konnte. Der Markt selbst hatte die neue Dimension des Barolo erkannt und suchte ständig nach qualitativ hochwertigen Weinen mit gesicherter Herkunft, um sie in alle Welt zu tragen. Es entstand eine Entwicklung, die sich in diesen Dimensionen und in dieser Schnelligkeit nie wiederholen sollte. Das Wachstum des Barolo in Bezug auf Identität, Image und wirtschaftliche Bewertung wurde in dieser Zeit exponentiell.“

Wie war Luciano in dieser so turbulenten Phase?

„Die große Entwicklung des Barolo hat ihn nie zu sehr begeistert: Luciano blieb immer sehr vorsichtig. Er trug noch die Erinnerung an die mageren Jahre auf der Haut und ließ sich daher auch in dieser so positiven Phase nicht blenden. Auf Verbandsebene blieb er dem ersten Verband, dem er beigetreten war, sehr verbunden: den 'Piccoli Produttori dei Grandi Vini del Piemonte' (Kleine Erzeuger großer Weine aus dem Piemont), der den Wiederaufstieg der landwirtschaftlichen Betriebe begrenzter Größe markiert hatte und den Luciano als sein zweites Zuhause erlebte. Vor allem teilte er die triumphale Haltung einiger seiner Kollegen nicht. Im Vergleich zu anderen war er vorsichtiger, kontrollierter und weniger laut. Er bevorzugte Konkretheit gegenüber 'Spatuss' (Prahlerei), wie man auf gut Piemontesisch sagt. Diese Art zu sein zeigte sich in vielen Dingen, angefangen beim Auto, das er benutzte. Er wollte ein Auto, das in Ordnung und vorschriftsmäßig war, aber immer ein bescheidenes Modell. Ich erinnere mich, als er beschloss, eine Alfa Romeo Giulia zu kaufen, tat er dies im Stillen und bevorzugte einen Gebrauchtwagen gegenüber einem neuen. Immer mit dem Ziel, nicht zu viel Aufhebens zu machen. Das war seine Natur.“

14.1
Nach der Grund- und Mittelschule, die Önologische Schule - Die Erinnerungen von Luca

Nach der Grund- und Mittelschule, die Önologische Schule

Nach der Grundschule ging ich auf die Önologische Schule in Alba.

14.2
Nach dem Diplom als Önologe - Die Erinnerungen von Luca

Nach dem Diplom als Önologe

Als ich 1987 meinen Abschluss machte, war der Betrieb nicht in der Lage, mir einen Arbeitsplatz zu garantieren: Luciano war noch bei Marchesi di Barolo.

14.4
Luciano, eine Respektsperson - Die Erinnerungen von Luca

Luciano, eine Respektsperson

Autorität war das Kennzeichen seines beruflichen Weges. In manchen Fällen erweckte er den Eindruck, autoritär zu sein, so sicher war er seiner selbst und seiner Entscheidungen.

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und die Familie verbindet, die sein Erbe bewahrt.

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