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und die Familie verbindet, die sein Erbe bewahrt.
Vertiefungen
Massimo Camìa ist ein Langhetto aus Monforte d'Alba, geboren in Dogliani Mitte September 1960. In seinem beruflichen Werdegang war die Küche immer sein „Steckenpferd". So besuchte er Mitte der siebziger Jahre die Hotelfachschule in Ceres, in den Valli di Lanzo. Von der Schule ins Berufsleben war es ein kurzer Schritt: neun Saisonen in den Bergen, drei Jahre im historischen Ristorante Muscatel in Cinzano di Santa Vittoria d'Alba und dann eröffnete er ein eigenes Lokal in Mondovì. 1990 kam er nach Barolo, um das Borgo Antico zu eröffnen, und dort lernte er Luciano Sandrone kennen und verdiente 2001 den Michelin-Stern, eine Auszeichnung, die er auch in den nachfolgenden Lokalen behielt. Mitte Mai 2025 eröffnete er das „Massimo Camìa", ein Restaurant mit Zimmern, in Novello, immer noch in der Barolo-Zone.
„Ich habe Luciano 1990 kennengelernt, als ich nach Barolo kam, um mein Borgo Antico zu
eröffnen. Das Schicksal wollte, dass er die erste Person war, der ich in Barolo begegnete."
So beginnt Massimo Camìa während unseres Treffens. Er ist wie ein reißender Fluss. Die
Erinnerungen steigen im Wirbel auf, eine nach der anderen.
„Unser Verhältnis war von Anfang an offen. Wir teilten sogar eine Kellerei im Herzen von
Barolo. Er lagerte dort einige Weine, ich bewahrte Weine und Wurstwaren auf. In jenen Jahren
hatte Luciano mit dem Barolo 1987 großen Erfolg gehabt und begann sich als renommierter
Produzent einen Namen zu machen. Ich erinnere mich, wie er mit seinem Motorroller durch die
Straßen von Barolo fuhr, und mir scheint noch seinen Gruß von damals zu hören: Ciao, Borgo
Antico."
Wie war er charakterlich?
„Ich habe eine wunderschöne Erinnerung an ihn: er war ein großartiger Arbeiter, ein
aufrechter Mann, für ihn ergab 2 + 2 immer 4. Und ich erinnere mich an sein Lächeln,
diesen gutmütigen Blick von ihm. Ich sprach gerne mit ihm, weil er immer eine Lösung für
Probleme parat hatte. Man konnte Luciano um Rat zu allem fragen und er hatte immer die
richtige Antwort."
Besondere Erinnerungen?
„Viele. Ich schlage Ihnen eine vor. Es war das Jahr der Überschwemmung in unserer Gegend,
im November 1994. Einige Wochen später organisierten wir zusammen mit ihm und anderen
Produzenten einen Abend mit Essen und Wein in einer Delikatessenhandlung in München.
Großartige Weine und Qualitätsgerichte, aber vor allem 4 Kilo weißer Trüffel aus Alba.
Nur 40 Tischgäste, praktisch 100 Gramm Trüffel pro Person. Eine Sensation!!!"
Wie war er als Produzent?
„Einmalig und besonders. Er hat nie Modeströmungen gefolgt. Er ist immer über den Parteien
geblieben. Er hatte eine Aura von Menschlichkeit und Bodenhaftung, die einen erstaunte.
Und seine Weine waren immer beständig: nie ein übertriebener Jahrgang. Er war die
Beständigkeit in Person. Nur ein solcher Mann konnte eines schönen Tages die Kraft
aufbringen, auf die Nennung Cannubi Boschis auf dem Etikett zu verzichten, um jenen Barolo
als Aleste seinen beiden Enkeln, Alessia und Stefano, zu widmen. Als ich deshalb von seiner
Krankheit erfuhr, sah ich es als eine Ungerechtigkeit gegenüber einem guten und positiven
Menschen. Und als er ging, war es als ob ein Teil von mir verschwunden wäre."
Gab es einen seiner Weine, der Sie am meisten beeindruckt hat?
„Ich würde zum Barolo 1987 zurückkehren, ein wichtiger Wein, aber von großer Trinkfreude.
Aber alle seine Weine haben sich immer durch Eleganz trotz ihrer Struktur ausgezeichnet.
Alle seine Weine haben mich immer durch ihre Fähigkeit beeindruckt, mit Vergnügen getrunken
zu werden."
Ein abschließender Gedanke?
„Mehr als ein Gedanke ist meiner eine Hommage mit großer Dankbarkeit an einen Mann, der,
von null anfangend, eine wichtige Produktionsrealität aufgebaut hat, ein außerordentliches
Stück Wein in diesem herrlichen Langhe-Land, dem Luciano unermüdlich verbunden war."
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