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durch eine Geschichte führen, die einen Mann, sein Land
und die Familie verbindet, die sein Erbe bewahrt.
Wie man weiß, hilft das Glück den Mutigen, und so begegnete Luciano eines Tages Nicola Argamante, einem Agronomen, der in den Kreisen der Turiner Weinbauforschung verkehrte, Dr. Schneider kannte und oft in die Gegend von Barolo kam. Durch ihn gelang es Luciano, gerade Anna Schneider einzubinden, die nach Barolo kam, um diesen Weinberg und diesen so besonderen Weinstock zu begutachten. "Bei einer ersten Analyse, erklärte uns Anna Schneider, schien es tatsächlich, dass dieser Weinstock die Merkmale des Nebbiolo besaß, aber um wirklich sicher zu sein, musste man tiefer gehen."
So wurde eine erste epidemiologische Analyse durchgeführt, um zu verstehen, ob dieser sehr verhaltene Vegetationszustand etwa von einer Virusinfektion abhing. Tatsächlich bestätigten die ersten Ergebnisse dieser Untersuchung, dass der untersuchte Weinstock virusbelastet war.
Der Bericht von Dr. Schneider ließ noch einige Zweifel offen, die durch weitere Überprüfungen geklärt werden mussten: Erstens gab es keine Gewissheit, dass diese besonderen phänologischen Merkmale tatsächlich von der Präsenz der Viren in der Pflanze herrührten, wie es etwa bei der Untervarietät Michét der Fall gewesen war, die sich als eine weitere Untervarietät des Nebbiolo, nämlich Lampia, erwiesen hatte, die von Viren befallen war. Hinzu kamen weitere Unsicherheiten, etwa die Frage, ob dieser Weinstock nach einer Sanierung jene so vielversprechenden Eigenschaften für die ‘Qualität’ der Weine behalten würde oder nicht.
Ein Problem blieb bestehen: Um mehr zu erfahren, musste man die Untersuchungen fortsetzen und vertiefen, doch zu diesem Zeitpunkt verfügten die Landwirtschaftliche Fakultät und insbesondere das Turiner Institut für Weinbau weder über die finanziellen noch über die personellen Mittel, um die Forschung weiterzuführen.
"Trotz allem, erinnert sich Luca Sandrone, war mein Bruder der Meinung, dass die Untersuchung fortgesetzt werden müsse. Um mehr zu verstehen, musste man diesen Weinstock vermehren, um eine größere Zahl von Pflanzen zur Verfügung zu haben. Aber man musste sehr vorsichtig bei dieser Vermehrung vorgehen, um zu vermeiden, dass die Virusinfektion auf andere Rebstöcke dieses Weinbergs oder benachbarter Parzellen übertragen wurde. Man musste ein leicht abgrenzbares Grundstück finden, um jedes Problem zu vermeiden. Bei der schnellen Suche nach einem geeigneten Gelände erinnerte sich Luciano daran, dass hinter dem Haus unserer Eltern in Barolo ein Grundstück von etwa 500 Quadratmetern lag, gut abgegrenzt, das für unseren Zweck geeignet sein konnte."
So wurde eine kleine Fläche geschaffen, die sich zur Vermehrung dieses Weinstocks eignete und auf der Kontrollen durchgeführt werden konnten, die konkretere und in gewisser Weise aussagekräftigere Ergebnisse lieferten.
Auf diesem Stück Land wurden 450 wilde Pflanzen von Vitis Rupestris gesetzt, und im folgenden Jahr, nach guter Verwurzelung, sollte auf jede einzelne eine Knospe aufgepfropft werden, die von dem untersuchten Weinstock und von einem anderen, inzwischen bereits vermehrten, entnommen worden war.
Es folgten Monate und Jahre der Arbeit und gleichzeitig der Sorge: Die gepflanzten und dann veredelten Reben entwickelten sich nach und nach und versprachen eine gute Produktion von Trauben, die vinifiziert und sorgfältig bewertet werden konnten.
So kamen die neunziger Jahre. Der Barolo wuchs weiterhin als Identität und als Bild im Sektor und auf dem Markt, sowohl in Italien als auch international.
Luciano war gespannt darauf, die analytischen und organoleptischen Ergebnisse des Weins zu sehen, der aus den Trauben dieses kleinen Grundstücks gewonnen werden würde. Der Beginn der Produktion dieses neuen kleinen Weinbergs fiel auf das Jahr 1992, einen Jahrgang, der klimatisch gewiss nicht von großem Glanz war. Doch dies beeinflusste die Bewertung jener neuen Trauben und jenes neuen Weins nur wenig. Im Gegenteil: Wenn sich der Jahrgang als von mittlerer qualitativer Güte erwies, die neue Produktion aber von besonderem Interesse und besonderer Gefälligkeit war, wäre das Ergebnis noch ermutigender gewesen.
Tatsächlich waren die Resultate sehr positiv: Die getrennte Vinifikation dieser Partie Trauben erlaubte es, sehr ermutigende analytische und organoleptische Ergebnisse zu erzielen. Zusammengefasst zeigte der Wein eine intensivere und dichtere Farbe, und auf analytischer Ebene war die Menge der Flavonoide hoch.
"Auf der Grundlage dieser Ergebnisse, betont Luca weiter, beschloss Luciano, die Basis der Untersuchung auszubauen. So wurde eine zweite Anlage geschaffen, wiederum unter Verwendung wilder Reben als Unterlage und dann im folgenden Jahr durch Knospenveredelung mit Material, das von den zuvor gepflanzten Pflanzen entnommen worden war. Diesmal fiel die Wahl auf ein kleines Grundstück in der Lage Drocà, ein Gebiet, das aufgrund seiner ost-nordöstlichen Ausrichtung nicht gerade ideal war; dort wurden etwas mehr als tausend Reben gesetzt. Inzwischen wurde noch ein weiteres kleines Grundstück ausfindig gemacht, in der Lage ‘Rivassi’, ganz in der Nähe jenes Weinbergs, in dem Luciano auf diesen so originellen Weinstock gestoßen war. Auf dieser Fläche wurden mehr als 1.300 Pflanzen gesetzt, und so begann die Gesamtfläche der verschiedenen für diese Untersuchung genutzten Parzellen interessant zu werden: Sie umfasste etwa zwei piemontesische ‘Giornate’, also rund 5.800 Quadratmeter, mit etwa 2.900 Reben. All dies bildete eine deutlich beruhigendere Grundlage der Überprüfung und die Ergebnisse würden daher größere Gewissheiten bringen können."
Eines schönen Tages, im Herzen jenes Jahres, ging Luciano zwischen den Reihen eines sehr kleinen Nebbiolo-Weinbergs von etwas mehr als tausend Quadratmetern
Gegen Mitte der 1990er Jahre gingen alle mit diesem Rebtyp angelegten Weinberge in Ertrag. Jahr für Jahr reiften die Trauben und schenkten weiteren Wein.
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