2.2 Ändern, um sich zu verbessern und zu wachsen

Wenn Luciano an jene Jahre zurückdenkt, überkommt ihn so etwas wie Stolz: "Während meines Militärdienstes entschied ich mich, den Weinkeller Borgogno zu verlassen und zur Marchesi di Barolo zu wechseln, auch weil der Militärdienst damals ziemlich lange dauerte und ich die Borgogno bei der Weiterführung ihrer Arbeit nicht in der Schwebe lassen wollte. Am 3. April 1967 nahm ich das Angebot von Cav. Felice Scarzello an, der alle Argumente eingesetzt hatte, um mich zu überzeugen. Nicht nur berufliche. Er hatte mir zum Beispiel versprochen, mich nach Turin ins Stadion mitzunehmen, um Juventus-Spiele zu sehen, oder mich einzubeziehen, wenn er seine Kunden besuchte. Alles Versprechen, die er gehalten hat".
Mit Cav. Scarzello hatte er sogar über die Möglichkeit gesprochen, nach Frankreich zu fahren, um die Region Burgund zu besuchen, deren Weinbau schon damals der engste Verwandte des Langhes war. Die Idee einer Reise ins Burgund begeisterte ihn sehr, und Cav. Scarzello hatte das verstanden und ihn häufig ermutigt, dorthin zu fahren, denn – sagte er – er würde dort eine Welt der Rebe und des Weins sehen, die viel besser organisiert sei als das, was es damals im Langhe gab.
Außerdem mochte Luciano die Idee, ins Restaurant zu gehen, Gerichte zu entdecken, die etwas innovativer waren als die zu Hause, er schätzte es auch, aus dem Alltag der traditionellen Rezepte herauszutreten; am liebsten aber verkostete er Weine aus anderen Regionen. Er war so davon fasziniert, dass er sich vorstellte, einen Teil des Geldes, das er mit seiner Arbeit verdienen würde, dafür zu investieren.
Auch die Reisen von Cav. Scarzello und Norma, seiner Frau, reizten seine Neugier. Sie fuhren oft nach Abano Terme und in andere Kurorte. Der Cavaliere verband das Angenehme mit dem Nützlichen: Er entspannte sich, ließ Kuren machen, besuchte aber dabei auch Kunden in jenen Gegenden. Und bald fand sich Luciano in diese Situationen einbezogen, an die er sich gerne erinnert: "Aufgrund meiner Jugend war ich derjenige, der sie mit dem Firmenwagen zum Ziel fuhr und sie dann wieder abholte".

2.1
Von der Giacomo Borgogno zur Marchesi di Barolo - Die Jugend

Von der Giacomo Borgogno zur Marchesi di Barolo

Im Weinkeller Borgogno – fährt Luciano fort – fühlte ich mich wirklich wohl und auch deshalb verspürte ich nie die Versuchung, nach Hause zurückzukehren.

2.3
Die sechziger Jahre und die Herkunftsbezeichnungen - Die Jugend

Die sechziger Jahre und die Herkunftsbezeichnungen

Inzwischen wurde 1966, genau am 23. April, das Dekret von Staatspräsident Giuseppe Saragat erlassen, das dem Barolo die Doc zuerkannte.

2.4
Die andere Hälfte des Himmels - Die Jugend

Die andere Hälfte des Himmels

Inzwischen war etwas Unerwartetes geschehen. Plötzlich weiten sich Lucianos Augen und lassen neue Gefühle durchscheinen.

2.5
Die Begegnung zwischen Luciano und Mariuccia - Die Jugend

Die Begegnung zwischen Luciano und Mariuccia

Die Begegnung mit Mariuccia erwies sich bald als vielversprechend. Zwar waren ihre Charaktere sehr verschieden, doch ergänzten sie sich nach und nach.

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und die Familie verbindet, die sein Erbe bewahrt.

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